Tagebuch des Zeltlager´s 2009

Vorkommando


18.07.

Es ist Freitag 23:00Uhr und eine neue Geschichte Zeltlager Kiel beginnt. Unser Vorkommando Team, Eric, Mama Anke, großer Sohn Lars und Rico, treffen sich. Alle Vorbereitungen sind getroffen und die letzten Details werden besprochen.
Um 0:00Uhr machen sich dann Anke und ihr kleiner Sohn Eric auf den Weg gen Süden. Lars und Rico nehmen es da ein wenig gelassener und fahren erst gegen 2:00Uhr morgens los. Denn man sagt sich, „die holen wir schon wieder ein, wir sind ja Männer“.
Diesmal wurde auch nicht zu viel geprahlt und so traf man hinter den Kassler Berge auf einander. Nun konnte dir Reise gemeinsam weiter gehen. Pünktlich um 7:00Uhr morgens wurde dann an Gittas Haustür geklingelt und nach frühstück geschriehen. So eine lange Nacht macht auch hungrig und so wurden ordentlich die Bäche voll geschlagen. Das muss auch sein, denn es muss noch viel am Tag geschafft werden.
Nach dem Frühstück ging es dann auch sofort hoch auf den Berg und der Lagerplatz wurde begutachtet. Dieser Winter hatte Milde walten lassen und der Platz war in einem guten Zustand. Nach einem Rundgang ging es dann auch sofort an die Arbeit.
Küche wurde aufgeschlossen und angefangen aus zu räumen, Autos wurden leer gemacht und jeder war voller taten drang. So wurde als erstes die Lagerleiter Essecke ab geplant und die Küche komplett leer gemacht. Dann kam die Abwaschstelle dran, denn Anke wollte auch endlich mit ihrer Arbeit beginnen.
Anke begann dann abzuwaschen und die Jungs haben Ihr und Ankes Zelt aufgebaut. Strom wurde aus dem Dorf hoch gelegt und das Wasser an geklemmt. Nun folgte du Waschstelle, denn am Abend wollte man sich ja auch irgendwie noch waschen.
Langsam kam die Dämmerung näher und unser Team sah sich um. Im Gegensatz zu manchen anderen Jahren, hat man heute richtig viel geschafft.
Nun war nur noch eins wichtig: Der Grill muss an!!!
Bei einem Kühlen Bier und nem gutem Steak lies man den Abend ausklingen.

19.07.

Am Samstag ist Anke als erstes wach. Und wie üblich geht sie zu dem Zelt, in dem derjenige liegt, der als letztes ins Bett gegangen ist. Denn der hat die Küche abgeschlossen und den Schlüssel an seinem Fußende hin gelegt. Nur leider fand sie dort keinen. Also beschäftigte sich Anke solange bis alle wach waren. Gegen 11:00 – 12:00 Uhr kamen dann die letzten aus ihrem Zelt gekrochen und die Frage ging her rum, wo ist der Schlüssel?
Auch nachlangem Suchen fand sich der Schlüssel nicht an und so wurde kurzer Hand die Tür von den Scharnieren geschraubt. Nun war die Tür ganz raus und man konnte die Küche wieder betreten.
Das war doch mal ein erfolgreicher Morgen.
Aber von sowas lässt sich unser Aufbauteam nicht abhalten und es wurde wieder geklotzt. So schaffte sie am heutigen Tage alle Zelte aufzubauen die noch aufzubauen waren. 8 kleine Schlafzelte, das große Aufenthalts- und das Kofferzelt. Die Waschstelle wurde ab geplant und dann das Stroh auf allen Zelten verteilt. Und wieder war ein Tag rum.
Bei einem gemütlichen Grill- und Spieleabend lies man die Sonne untergehen.

20.07.

So wie bei dem Vortag, steht mach auch heute erst wieder gegen 12Uhr auf. Und plötzlich saß da so eine Gestalt am Lagerleiter Tisch. Hmmmm… Aber als der Schlaf aus den Augen wich, erkannte man den Wicht. Es war unser überalles geliebter Opa-Chef Willi.
Nach dem Austausch der neusten Neuigkeiten wollte man keine weite Zeit verstreichen lassen und so ging es wieder an die Arbeit. Die einen haben das Duschzelt aufgebaut und die anderen über all Strom verteilt und Licht gemacht. Anke war mal wieder am abwaschen, so wie die letzten Tage auch. Und wer schon einmal mit war im Vorkommando, der weis, es ist wirklich soviel, das man über 3 Tage abwäscht um alles klar Schiff zuhaben. Die Kinder wollen ja schließlich von sauberen Tellerchen essen.
Und so verstrich der Tag. Aber als man am Abend über den Platz schaute, stellte man fest, wir haben ja schon 90% geschafft. Rekord verdächtig.
Es müssen am nächsten Tag nur noch Kleinigkeiten getan werden und so ging der Grill heute schon früher an.
Mit gut gefülltem Bauch und ein paar lustigen Schnäpsen, lachte sie sich in den Schlaf.

Achja, zwischendurch haben Lars und Rico ihr Zelt aufgeräumt und was fand sich wieder an? Der Küchenschlüssel. Über ein Tag haben sie gebraucht ihn wieder zu finden.

21.07.

Da ja nun am Vortag soviel geschafft wurde, durfte die Sonne heute noch ein wenig später aufstehen. So kroch man um 13:30 Uhr aus den Federn, oder viel mehr aus dem Stroh.
Familie Kraske, Mama Anke, Sohnemänner Lars und Eric, haben den Großeinkauf übernommen. Und es war wirklich ein sehr großer Einkauf. Mehre Stunden wurden dafür verbracht und mehre Autoladungen angerollt.
Willi vergnügte sich derweil im Dorf. Um hier und da ein kleines Gespräch zuführen und die Festlichkeiten ins Rollen zubringen.
Rico war somit alleine auf dem Platz und hat die restlichen Kleinigkeiten gemacht. Gegen Abend trafen sich alle wieder, zum gemeinsamen Pizza essen. Das ist bei uns so Brauch. Bevor die Kids kommen, wird noch mal ordentlich geschlemmt. Und so brachte der letzte 7x Pizza mit. Mit denen auch gleich wieder ein neuer Rekord aufgestellt wurde.

7 Pizzen, 4 Leute und alles in 15 min weg!!!

Die hatten aber einen Hunger. Und so geniest man den letzten ruhigen Abend, bevor der Sturm kommt. Im laufendem Abend wurde dann auch schon mal mit Kiel telefoniert und ein paar lustige Geschichten ausgetauscht.
Aber in den nächsten Tagen mehr dazu…

Das Zeltlager


Die Stralsunder Kids machen sich auf um 14 Uhr mit dem Zug den Weg nach Kiel. Alles verlief nach Plan bis zum idyllischen Bahnhof Bad Kleinen. Da der Zug verspätet dort an kam und hier umgestiegen werden sollte, haben unsere lieben Kleinen den Anschlusszug leider verpasst. Dadurch konnten sie zwei Stunden auf diesem besagten Bahnhof verbringen. Sie waren froh als es endlich weiter in Richtung Kiel ging und kamen hungrig um 20:15 in Kiel an. Dort warteten schon Benny und Steffi mit einem Anhänger für das schwere Gepäck. Als das verstaut und auf dem Weg zum Vereinsheim war, ging es für die Kids weiter in das Fuego. Hier wurde ein erfrischendes Kaltgetränk und leckere Pasta gereicht. Frisch gestärkt trafen unsere Stralsunder Kids im Vereinsheim auf den Rest der Truppe aus Kiel. Nachdem die Koffer verstaut waren, konnte die Reise um 22:30 mit dem Bus weiter gehen.

Tag 1: 22.07.

Nach einer Nacht, die zum größten Teil mit wenig Schlaf endete, kamen wir um 7 Uhr an unserem wunderschönen Lagerplatz in Partenstein an. Anke unsere Küchenfee hatte schon ein reichhaltiges Frühstück bereit gestellt und so konnte es an die Einrichtung der Zelte gehen. Hier mussten Stämme gesägt, Stroh verteilt und Decken ausgebreitet werden. Jeder hatte sein Zelt, aber ein gutes Zelt braucht natürlich auch einen Namen. So entstanden Zelte mit Namen wie beispielsweise Die Girls, Die Halbstarken oder Die Döners, die sich auf selbst gestalteten Schildern vor den Zelten widerspiegeln. Nach diesen kreativen Einsatz wartete Anke mit einem schmackhaften Gericht aus der italienischen Küche auf. So konnte dann mit neuen Kräften der Schlossberg erklommen werden. Hier genossen unsere lieben Kinder eine wunderschöne Aussicht auf den beschaulichen Ort. Wer sich noch nicht kannte, sollte sich nun Kennenlernen. Mit Spiel und Spaß wurde nach Namen gefragt und häufig wurden die Frage stellt. „Wer bist du eigentlich?“ oder „Wie heißt du nochmal?“ Als sich dann jeder kannte, ging es hinab ins Dorf. Eric bewies sein Talent als Fremdenführer und zeigte unseren Kids alles Sehenswertes in Partenstein. Als unsere Kleinen wieder auf den Lagerplatz an kamen, wurde gemeinsam zu Abend gegessen und der Abend klang gemütlich am Abendkreis aus. „Gute Nach Kameraden bewahrt Euch diesen Tag...“

Tag 2: 23.07.

Nach der ersten Nacht in den gemütlichen Schlafsäcken wurde nach dem Frühstück das berühmt berüchtigte Bänderspiel gespielt. Hier geht es darum, den Kindern der anderen Gruppen ihre Bänder, die sich am Handgelenk befinden, zu klauen. Dabei geht es natürlich nicht immer friedlich zu. Es wurde sich also im Wald gerauft. 10:30 Uhr: Andre entdeckt das Schlammloch. 10:32 Uhr: Andre hat 4 Gegner abgeschüttelt. 10:35 Uhr: Andre hat seine Bänder verteidigt unter Einsatz eines T-Shirt Ärmels. Nur Minuten später wurde er von Kevin und Max attackiert. Erstaunlich, wie tief man in Schlamm tauchen kann. Andre hat sein Gruppenleiterband abgeben müssen, aber tapfer seinen zweiten Ärmel verteidigt.... Leider hing der Rest vom T-Shirt nur noch in Fetzen an seinem Körper, sein zweites Band allerdings konnte Ihm keiner mehr nehmen. Lina steckte im Schlamm fest und spielte auf Socken weiter. Haben wir schon erwähnt, dass es geregnet hat? Lecker sahen die Kinder aus - und zwar alle. Wieder auf dem Lagerplatz sahen alle ganz glücklich aus.

Juhu wir haben dieses Jahr wieder eine Feuergenehmigung. Allerdings hat das Forstamt vor dem Feuer die Arbeit gestellt. Da unser Nachbar letztes Jahr auf seinem Grundstück alle Bäume gefällt hat, liegt hier eine gewaltige Menge Reisig herum. Das muss weg. Zum Glück haben wir 30 kleine tatkräftige Helfer. Es wurden also in Vorfreude auf das Lagerfeuer meterhoch Holz und Reisig aus der Gefahrenzone gebracht. Morgen gibt es Feuer und endlich wieder eine Nachtwache. Für alle Partenstein Kenner: Wer von Euch hat schon mal bei strömenden Regen eine Lagerolympiade gemacht? Wir haben fest gestellt, es geht. Und Flecktarn bekam ein neue Bedeutung.... Nach all der körperlichen Betätigung, hörte der Regen auf und wir verzogen uns um 20:15 Uhr ins Zelt. „Der Große Preis“ stand auf dem Tagesplan. Lars als Wim Thölke gab sein Bestes, die Horde im Zaum zu halten. Erstmalig gab es keine Probleme mit den Schildkröten. Es wurde geraten, was das Zeug hält und Max mit seinem Gehirn Johannes gewann das Spiel mit großem Vorsprung.
„...die Sterne rücken aus den Tannen und funkeln auf die Welt...“

Tag 3: 24.07.

„Im früh taut zu Berge, wir ziehn faldarar...“
Nach dem all allmorgendlichen Morgenkreis wurde sich mit einem kräftigen Frühstück gestärkt. Da der Tag gestern ein wenig schmutziger war, war es an der Zeit mal ins Freibad zugehen um sich den Dreck hinter den Ohren weg zu waschen. Aber das nächste Freibad ist 7km entfernt. Also machten sich alle Kinder mit Rico und Steffi auf den Wanderweg ins nächste Dorf.
Unterwegs wurde erklärt was der Grand Prix ist und wie wir ihn hier spielen, denn der stand für den nächsten Tag auf dem Plan.
Im Freibad angekommen wurde vor dem Schwimmen gehen die Lieder für den Grand Prix verlost. Dann durfte endlich geplanscht werden. Um 16Uhr hieß es wieder auf auf nach Haus. Diesmal aber mussten die Gruppen einzelnt gehen, damit sie unterwegs schon mal in ihre Lieder hören und sich die ersten Gedanken zu Ihrem Bühnenauftritt machen konnten.
Nach 2stunden Fußmarsch kam die erste Gruppe auf dem Lagerplatz an. Als dann alle wieder da waren konnte es was Warmes zu essen geben. Nach dem stärken ging es gleich wieder ans Ideen schöpfen. Und so schloß langsam der Tag....

„… und funkeln auf die Welt die Dunkelheit zu bannen.“

Tag 4: 25.07.

„...es grünen die Wälder, die Höhen fallara...“
Nach einem guten Frühstück, machten sich unsere Kids gleich wieder an die Vorbereitung des Grand Prixs. Es wurden Texte geschrieben, Kostüme und Requisiten gebastelt und dann gab es da noch den Dieter Bohlen Test. Nach dem Mittag ging es dann ab ins Tonstudio. Als die Aufnahmen im Kasten waren, war deutlich zu spüren wie die Spannung stieg. Alle warfen sich in Schale und dann konnte die große Show steigen. „Willkommen auf der wunderschönen Freilichtbühne in Partenstein.“ Die erste Gruppe von Kristian fand ich hinter der Bühne ein. Da Gunnar mit Bauchweh im Zelt lag, musste hier schnell ein Ersatz gefunden werden. Kristian sprang ein und es erklang: „Do you speak englich? Honey I do.“ Weitere Auftritte wie Komm unter meine Decke oder Lasse reden folgenden. Auch die Lagerleitung ließ es sich nicht nehmen und trat mit „Marleen, eine von uns beiden muss nun gehen“ auf. Als Marleen schließlich tot von der Bühne gefahren wurde, folgten noch Songs wie Joanna, Du hast den schönsten Arsch der Welt, Sie liebt den DJ so wie Haus am See. Gewonnen hat letztlich das Fliegerlied. Hier hieß es besonders kräftig: „Die Hände nach vorne. Wir wackeln mit den Fingern. Oh...., Oh...., Oh..... Zicke Zacke, Zicke, Zacke, Hoi, Hoi. Wir finden das war Spitze.“So ging der Abend diesmal erst um 23 Uhr zu ende.
„Gute Nacht Kameraden...“

Tag 5: 26.07.

„...wir sind hinaus gegangen, den Sonnenschein zu fangen kommt mit und versucht es doch selbst ein Mal. ...“
Heute steht nur eins auf dem Programm: „Verteidigt eure Burg und Schätze!!!“. Dazu wurden Vormittags die Burgen gebaut und Schätze bereitgestellt. Und dann konnte es nach einem kräftigen Mittag los gehen. Alle Gruppen verschanzten sich in ihren Burgen und versteckten ihre Schätze. Das Horn ertönte zum Angriff. So wurde sich gerauft, Schätze und Burgen verteidigt. Andere Burgen überfallen und Schätzt geklaut.
Nach dem Abendbrot gab es Freizeit und jeder konnte seine Gedanken sortieren.
„...bewahrt ein festes Herz...“

OHHHH was war das? Um 1:30Uhr wurden alle Kids noch mal geweckt. Eine Nachtwanderung stand an. So ging es Gruppenweise durch den Wald und die lieben kleinen mussten Märchenfiguren erraten. Der eine oder andere Schreck war auch dabei. HI HI HI

Tag 6: 27.07.

„Ihr alten und hoch weisen Leut, Faldara...“
Die letzten Tag war so Schmutzig und war mal wieder Waschen dran. Also ging es per Schnitzeljagt ins Freibad. Auf dem Weg musste ein gesuchter Satz gelöst werden.
Angekommen im Freibad, sprangen alle erstmal ins Wasser, denn es war fast unerträglich Heiß. Nach dem Mittag, was aus frisch geschmierten Sandwich´en bestand, musste die Schwimmolympiade bestritten werden. Die ging leider etwas schleppend voran, aber bei so schönem Wetter sind die Gedanken halt nur bei der Wasserrutsche und bei dem Spaß mit den Freunden.
Zurück auf dem Lagerplatz wurde der Spielemaraton durch geführt. So wurde MAU-MAU, Kniffel, Tabu und Würfel Spiele gespielt.
„...und Fröhlichkeit in euren Augen...“

Tag 7: 28.07.

„...ihr denkt wohl wir wären nicht gescheit Faldara...!“
Chaos Chaos... das das Thema des heutigen Tages. Chaos-Spiel. Ein Spiel bei dem unsere Kids den ganzen Tag im Wald verbringen und ein reihe von Aufgaben über den Tag bewältigen müssen. So wurde im Wald ein kleiner Lagerplatz eingerichtet (jede Gruppe seinen eigenen). Dann musste man in einer kleiner Gruppe, 1-3mann stark, immer wieder zum Zeltplatz zurück laufen und sich dort seine Aufgabe abholen. Für jede erfüllt Aufgabe gab es Punkte und wer am ende die meisten hatte, hat gewonnen. Nach 7,5 Stunden stand dann auch endlich der Sieger fest, Gruppe 3 mit André als Gruppenführer errang den Sieg.
„...denn fröhlich kommt der Tag. ...“

Tag 8: 29.07.

„...wer sollte aber Singen,...“
Wie jeden Tag hieß es um 08:00 Uhr für die Kiddies „raus aus den Federn“, um um 08:30 Uhr die erste Stärkung zu sich zu nehmen. Als erster Programmpunkt stand für heute die Tageskarawane auf dem Plan. Hierbei müssen die 4 Gruppen bestimmte Posten ablaufen, um verschiedene Utensilien zu sammeln, welche sie sich dann gegenseitig wieder abjagen können. Die Gruppe mit den meisten ergatterten Gegenständen ist schließlich der Sieger. Als nächstes ging es dann zu Fuß in das 7 km entfernte Lohr. Diese Strecke wurde in nur 1,5 Stunden gemeistert und alle waren froh, als wir bei gefühlten 35 °C endlich im Freibad angekommen sind. Nach einer Stärkung wurde dann erstmal geschwommen, gerutscht und geplanscht, was das Zeug hält. Der Höhepunkt des Tages stellte aber die Lohrer Festwoche dar, ein Volksfest mit einem großen Bierzelt, jeder menge Süßigkeitsbuden und rasanten Fahrgeschäften. Nach einer Schüssel Chilli con Carne und 5 Euro Tachengeldzuschuss konnte hier ordentlich Karussell gefahren werden bis wir dann gegen 21:00 Uhr in das Lager zurückkehrten. Wie immer fand der Tag mit dem Abendlied sein Ende.
„...daher wie Glockenschlag...“

Tag 9: 30.07.

„...wir schon Grillen fingen...“
Heute hieß es für alle ein bisschen früher aufstehen, denn die Tageswanderung, kurz TAWA, genannt, stand auf dem Programm. Dieser Programmpunkt löste zunächst keine große Freude bei unseren Kiddies aus. Doch das änderte sich im Laufe des Tages. Im 15min Abstand machten sich die vier Gruppen getrennt auf den 20km langen Marsch.
Auf dem Weg mussten mehrere Aufgaben gelöst werden für die es neben dem Lauftempo auch noch zusätzlich Punkte gab. Nach vier Stunden kamen die Gruppen dann am Mittagsposten auf der Bayrischen Schanz an, wo es erstmal einen leckeren Hamburger zur Stärkung gab. Nachdem der Magen dann ausreichend gefüllt war ging es weiter. Mit auf den Weg bekamen die Kids den Zauberlehrling von Goethe, den sie bis zu ihrer Rückkehr im Lager auswendig lernen sollten.
Nun ging der Marsch weiter nach Ruppertshütten, nett gelegen in einem Tal. Doch hinter diesem Tal wartete schon der nächste sehr steile Anstieg auf unsere tapferen Kiddies. Als jedoch auch dieser Berg erklommen war, war der Weg in das Lager nicht mehr weit. Doch für eine Gruppe war die Strecke dann doch länger als erwartet. Was aber wäre eine Tageswanderung mit einem reibungslosen Ablauf, ohne dass sich eine Gruppe verläuft?! Doch auch das war nicht weiter dramatisch und die fanden auf den richtigen Weg zurück. Im Lager angekommen wartete ein deftiges Abendbrot auf unsere Wanderer und alle konnten am Abend ganz schnell in das Reich der Träume finden.
„...und für ihn sollt ihr taugen...“

Tag 10: 31.07.

„... in dieser herrlichen Sommers zeit...“
Und wieder beginnt ein neuer Tag im Zeltlager Partenstein und das erneut ein bisschen früher als gewohnt. Heute war nämlich der Tagesausflug geplant. So machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Partensteiner Bahnhof und fuhren in das 16 km entfernte Heigenbrücken. Gepkant war zunächst ein Besuch im Naturfreibad. Das war unerwarteter Weise noch nicht ganz fertig gebaut, doch hatten wir das Glück hier trotzdem baden gehen zu dürfen und alle hatten sichtlich Spaß. Dann ging die Fahrt per Auto weiter in den Spessarter Hochseilgarten. Hier ging der Spaß erst richtig los und zwar mit einem kräftigen Adrenalin.Fast alle stellten sich dem ersten Parcours, der mit Bravour auch von unseren kleinen Schützlingen gemeistert wurde. Die größeren versuchten sich dann auch noch an den schwierigeren Strecken und hielten tapfer durch. Jugendliche über 14 Jahren konnten dann auch über eine 250m lange Schlucht mit einer Seilbahn sausen, was dann auch den Erwachsenen Herzklopfen bereitete. Um 18:00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Zunächst mit dem Auto wieder zum Bahnhof und dann mit dem Zug zurück ins Lager. Hier wartete ein deftiges Schnitzel mit Kartoffeln und Blumenkohl auf unsere Kiddies.
So fand auch dieser Tag ein Ende und die Kinder zogen sich erschöpft in ihre Zelte zurück.

Tag 11: 01.08.

„Werft ab alle Sorgen faldara…“

1 ½ Wochen Zeltlager, hinterlassen ihre Spuren auf dem Platz und so wurde heute Vormittag zunächst der gesamte Lagerplatz aufgeräumt und sauber gemacht. Dazu gehören Kofferzelt einräumen (denn nicht immer werden die Klamotten einfach in die Koffer gepackt, sondern auch gern mal auf dem Boden verteilt) Müllsammeln auf dem Lagerplatz, Dixies schrubben und Waschstelle putzen…

Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen. So hatten unsere Schützlinge nun erstmal ein paar Stündchen Freizeit. Es wurde ins Dorf gegangen, im Aufenthaltszelt ne Runde Karten gezockt, unten auf der Wiese getobt oder einfach ins Zelt gegangen, um sich auszuruhen.

Nach dem leckeren Mittagessen waren alle ausreichend gestärkt für ein Geländespiel mit viel Action und  Ausdauer. Bei dem Verwundetenspiel verstecken sich zwei Gruppen als Verletzte im Wald und die anderen beiden müssen diese dann suchen. Punkte gibt es dann für jeden Invaliden, der ins Lager geschleppt wird. Nach einer bestimmten Zeit werden dann die Rollen getauscht und die Verletzten werden zu den Rettern.

Nach so viel Bewegung knurrte natürlich wieder der Magen und es gab Abendbrot. Nach dem Essen konnten sich die Kinder selbst mit Gesellschaftsspielen vergnügen oder ein paar Leckereien in der Kantine kaufen. Um 22.00 wurde es dann still auf dem Platz.

Tag 12: 02.08.

„…und Wandert mit uns durch das Tal faldarar…“

Heute ist Sonntag und das große Ereignis wo drauf sich alle schon so sehr gefreut haben. Das Fest zum 40. Jährigen Zeltlager steht an. Doch bevor unsere Schützlinge dort hin gehen können, musste die Schatzsuche noch bewältigt werden. So mussten unsere 4 Spielgruppen Aufgaben lösen und durch das ganze Dorf stapsen um eine Schatzkarte zusammen zusetzen zu können.   Wehrend die einen sich verliefen, haben die anderen schon die richtige Fährte gefunden und den Schatz auf den Lagerplatz gerettet.

Nun konnte es rüber auf den anderen Berg gehen, in den Forstgarten wo dann der Partensteiner Musikverein spielte. An der Theke hatten die Kids die Auswahl zwischen Bratwurst, Steak und Pommes, sowie Cola, Wasser und Spezi.  Am späten Nachmittag spielte der Kieler Musikverein und die Ehrung sowie Glückwünsche wurden gereicht.

Ein leckeres Stück Kuchen gab es dann am späteren Nachmittag, die von den Omas aus dem ganzen Dorf kamen.

Die restliche Zeit des Tages konnte jeder frei verwalten.

Tag 13: 03.08.

„..wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zufangen.“

-> Von Teilnehmer Johannes!

Montag, der vorletzte richtige Tag des Zeltlagers 3 Uhr Morgens: Lina hat Kopfschmerzen, kannst du machen? ,Platzt Nico herein. Ich liebe Nachtwache also wollte ich natürlich machen von 3-5 Nachtwache, das Feuer brennt fast nicht mehr und wir mussten es erst wieder auf normale Höhe bringen in dem wir ziemlich viel Reisig benutzten Ps brannte ziemlich gut.

5Uhr: Jens hat Kopfschmerzen, wir ließen ihn einfach ein bisschen länger schlafen. Nachdem wir ihn geweckt hatten fielen wir sofort in tiefen Schlaf, aber halt auch nicht lange.

7:30 Uhr Aufstehen, eine Qual, weil Jens uns zu früh weckt. Ca. 8:15 Uhr Morgenkreis und danach aufstehen zum Essen, wir kommen als erster ran. Nach dem Essen, Zelte aufräumen und Badesachen einpacken. Ca. 10:00 Uhr wir Wandern ins Schwimmbad nach Frammersbach. Nach einer 2 Stunden Wanderung (nach Frammersbach sind es 5 Kilometer) konnten wir endlich ins kühle Nass. Aber auch nur bis zum Mittagessen. Danach wollten die meisten aber gar nicht mehr ins Wasser, sondern haben Mau-Mau oder Schwimmen gespielt. 16:30 Uhr Wir wandern zu Edeka und durften uns dort etwas Kaufen. Danach wurden wir zurück ins Lager gefahren. Ca. 20:15 Uhr Wetten Dass??? Die Lieder waren schlecht und die Wetten wurden nicht geschafft, außer, dass Max 5 Minuten auf einem Bein stehen musste. 0:00 Uhr Die Nachtkarawane, die Aufgabe war möglichst viele Schätze ins Lager bringen und seine Schätze zu verteidigen. 1:15 Uhr Das Nachtspiel ist zu Ende Gruppe 1 ist letzter Gruppe 2 Erster.

Tag 14: 04.08.

„…kommt mit und versucht es doch selbst einmal.“

Der letzte Tag ist angebrochen und wir haben die Taufe gemacht. Wir waren im Kepplerbach und der hohe Besuch „Neptun“ kam auch gleich. Er hat einzelne würdige Erden Bewohner ausgewählt und sie ins reicht der Ozeane, Weltmeere, Seen, Flüsse, Bäche, Rinnsale, Kloaken, Abflüsse und  Pfützen aufgenommen. Er hat natürlich auch eine Taufbrühe vorbereitet die die Auserwählten Erden Bewohner  kosten mussten. Dann gab es Freizeit für die Kinder wo sie nochmal ins Dorf konnten um sich was für die Fahrt zu kaufen. Dann gab es auch gleich leckere Frikadellen mit Kartoffeln, Bohnen oder Erbsen und Wurzeln. Nach dem Mittag ging es an Lagerarbeiten um die Abfahrt vorzubereiten die Abwaschstelle, die Waschstelle und die Lagerecke abplanen. Den Platz harken, Müll sammeln, Zelte aufräumen, das letzte große Feuer vorbereiten und viele kleine weitere Dinge. Dann kommt noch das Abendbrot die letzte Stärkung vor dem schlafen gehen und die Vorbereitung zum nächsten Tag. Am Abend gibt es noch die Steffi Show wo wir eine kleine Fragerunde vorbereitet haben wo die Kinder nochmal ihre Meinung loswerden können wie sie das Zeltlager empfunden haben. Jetzt gibt es noch zum Abschluss ein kleines Getränk und den letzten Abendkreis. Dann geht’s ins Bett weil es Morgen früh rausgeht Richtung Heimat.

Tag 15: 05.08.

Nach der Steffi-Show und der kleinen Abschiedsparty war gestern Abend ziemlich schnell Ruhe im Karton. Die Lagerleitung traf sich rund um das Fäßchen Burg-Bier, das der Vorstand der Musketiere für die „Mühen“ der Festvorbereitung gestiftet hatte. Lecker. Gott sei Dank hatte Getränke Weigand noch ein Reservefass als Gruß des Hauses dazugestellt – auch sehr lecker .... Am letzten Abend steht für die Leiter immer recht viel auf dem Zettel: In bewährter Manier darf jeder unkommentiert aus seiner Sicht ansprechen, was ihm zum Lager auf der Seele liegt. Diese „Marschkritik“ führt dann zu einer „To Do – Liste“ fürs nächste Jahr, mit dem Ziel, das eine oder andere besser zu machen. Schließlich werden die Aufgaben für den Abreisetag verteilt, damit der Abbau möglichst reibungslos klappt. Natürlich gibt’s Plan A und Plan B: Mit Regen oder ohne... Der letzte Abend ist meist lang, d.h. die Nacht ist kurz.

Der Bus steht seit dem späten Nachmittag schon vorm Lagertor und Lademeister Benny hat mit dem Busfahrer besprochen, was wohin geladen werden soll. Abfahrt ist um halb zehn, d.h. der Abbau beginnt um halb sechs. Aufstehen nach zwei bis drei Stunden Schlaf kann ja soooo schwer sein... Am besten, man macht es wie Michi und Eric: Das Lager gemeinsam mit der Nachtwache am letzten Lagerfeuer gemütlich ausklingen lassen.

Wie schön - es gilt Plan A: Kein Regen, d.h. alles Zeltmaterial ist trocken und geht im Bus mit nach Kiel. Nach und nach werden die Lagerleiter munter und gemeinsam mit einigen Teilnehmern werden die großen Zelte abgebaut: die Koffer schnuppern Morgenluft und gefrühstückt wird nachher open air. Julia und Michi bürsten das Zeltmaterial ab, Benny verstaut es gleich im Bus und Eric, Dennis und Peter fangen an, den Teilnehmern und Lagerleitern die Zelte über dem Kopf abzubauen. Um sieben steht nur noch „Kalle“, das Nachkommandozelt und alle sind aufgewacht. Vorm Frühstück verfrachten die Kids noch ihr Stroh auf dem bereitgestellten Anhänger und harken ihre Zeltplätze. Zwischendurch werden die letzten Sachen in die Koffer gestopft und diese dann nach Stralsund und Kiel getrennt in den Bus geladen. Um halb neun ist alles erledigt und es wird gefrühstückt. Der Busfahrer ist inzwischen auch aus der Pension gekommen und pünktlich sitzen alle im Bus. Die fünf vom Nachkommando winken mit einer Träne im Knopfloch den Rücklichtern des Busses nach – sind die vierzehn Tage wirkich schon vorbei ?.............

Nachkommando


05.08.

Während die Kids auf der Autobahn unterwegs sind, beginnt der ruhige Teil vom Nach-kommando. Der Mittagsschlaf wird vorgezogen und um drei ist Dienstbeginn: Aufräumen, abwaschen, das Material verstauen usw. Die Bustruppe meldet das rechtzeitige Eintreffen in Hamburg und später die Ankunft in Kiel. Plötzlich und unerwartet ist es neun und der kleine Hunger kommt – Anke hat aus den Resten Salat gezaubert und Eric gibt den Grillmeister. Michi meldet die Ankunft in Stralsund und nach einer letzten Runde „Phase 10“ geht’s ins zum letzten Mal ins Zelt.

06.08.

Rico hat als Arbeitsbeginn 12 Uhr ausgerufen. Pünktlich sitzen alle am Frühstückstisch und auf die Minute genau beginnt der Endspurt. Lars geht erstmal Rechnungen bezahlen und der Rest kümmert sich darum, dass alles, was außer der Hütte sonst noch rumsteht, abgebaut und verstaut wird. Keller und Hütte werden winterfest gemacht und als letztes das 300 Meter-Stromkabel eingerollt. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Um vier wollten wir fertig sein – und um vier wurde die Hütte zugemacht. Dann heißt es, Autos beladen (warum ist Opa eigentlich immer noch so voll ?) und ab geht’s nach Frammersbach zum Duschen. Danach haben wir uns mit den Brühls, Dominik und den Otts zum Essen in Habichtstal verabredet. Man vermutet, Willi hat das Lokal ausgesucht, weil die Anfahrtsstrecke über den Berg so herrlich viel Spaß macht... Satt und zufrieden verabschieden sich die Kieler gegen zehn und ab geht’s Richtung Fulda zur Autobahn. Willi hatte von vorn herein vorgehabt, es langsam angehen zu lassen, also hatten Opa (Lars, Rico) und der Benz (Eric, Anke) den Vortritt. Wie praktisch: Dank eines kurzen Anrufs gibt’s vom Cabrio kein Streckenfoto...
Bis zum Harz ist die Fahrerei ätzend – Baustellen – Elefantenrennen – Tempolimits, eben alles, was nervt, wenn man nach Hause will. Im Stau vor Rhüden rollte das Cabrio dann gemütlich auf der rechten Spur an den „schnellen“ auf der linken Spur vorbei. Auf dem nächsten Autohof wurde eine Kaffeepause eingelegt und Fahrerwechsel gemacht. Rico ward mit Opa nicht mehr gesehen, aber Anke im Benz, das war schon eine Show für sich. Nennen wir sie von nun an „Mutter Bleifuß“ – 2:05 h vom Harz bis zur Haustür sind nicht ganz so schlecht... Gegen halb vier war das Autobahnende in Kiel in Sicht und auch für das Nachkom-mando war Partenstein 2009 nun endgültig vorbei. Leider – denn schon seit vielen Jahren hatten wir nicht mehr so eine tolle Teilnehmer- und Lagerleitertruppe zusammen, mit der das Zeltlager 09 so entspannt verlaufen ist, dass es einfach nur viel Spaß gemacht hat.


Das war das 40. Zeltlager und wir sagen Danke an alle die so schön mitgemacht haben!

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Kieler Musketiere e.V.
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