Tagebuch des Zeltlager´s 2009
Vorkommando
18.07.Es ist Freitag 23:00Uhr und eine neue Geschichte Zeltlager Kiel beginnt. Unser Vorkommando Team, Eric, Mama Anke, großer Sohn Lars und Rico, treffen sich. Alle Vorbereitungen sind getroffen und die letzten Details werden besprochen. |
19.07.Am Samstag ist Anke als erstes wach. Und wie üblich geht sie zu dem Zelt, in dem derjenige liegt, der als letztes ins Bett gegangen ist. Denn der hat die Küche abgeschlossen und den Schlüssel an seinem Fußende hin gelegt. Nur leider fand sie dort keinen. Also beschäftigte sich Anke solange bis alle wach waren. Gegen 11:00 – 12:00 Uhr kamen dann die letzten aus ihrem Zelt gekrochen und die Frage ging her rum, wo ist der Schlüssel? |
20.07.So wie bei dem Vortag, steht mach auch heute erst wieder gegen 12Uhr auf. Und plötzlich saß da so eine Gestalt am Lagerleiter Tisch. Hmmmm… Aber als der Schlaf aus den Augen wich, erkannte man den Wicht. Es war unser überalles geliebter Opa-Chef Willi. Achja, zwischendurch haben Lars und Rico ihr Zelt aufgeräumt und was fand sich wieder an? Der Küchenschlüssel. Über ein Tag haben sie gebraucht ihn wieder zu finden. |
21.07.Da ja nun am Vortag soviel geschafft wurde, durfte die Sonne heute noch ein wenig später aufstehen. So kroch man um 13:30 Uhr aus den Federn, oder viel mehr aus dem Stroh. |
Das Zeltlager
Die Stralsunder Kids machen sich auf um 14 Uhr mit dem Zug den Weg nach Kiel. Alles verlief nach Plan bis zum idyllischen Bahnhof Bad Kleinen. Da der Zug verspätet dort an kam und hier umgestiegen werden sollte, haben unsere lieben Kleinen den Anschlusszug leider verpasst. Dadurch konnten sie zwei Stunden auf diesem besagten Bahnhof verbringen. Sie waren froh als es endlich weiter in Richtung Kiel ging und kamen hungrig um 20:15 in Kiel an. Dort warteten schon Benny und Steffi mit einem Anhänger für das schwere Gepäck. Als das verstaut und auf dem Weg zum Vereinsheim war, ging es für die Kids weiter in das Fuego. Hier wurde ein erfrischendes Kaltgetränk und leckere Pasta gereicht. Frisch gestärkt trafen unsere Stralsunder Kids im Vereinsheim auf den Rest der Truppe aus Kiel. Nachdem die Koffer verstaut waren, konnte die Reise um 22:30 mit dem Bus weiter gehen.
Tag 1: 22.07.Nach einer Nacht, die zum größten Teil mit wenig Schlaf endete, kamen wir um 7 Uhr an unserem wunderschönen Lagerplatz in Partenstein an. Anke unsere Küchenfee hatte schon ein reichhaltiges Frühstück bereit gestellt und so konnte es an die Einrichtung der Zelte gehen. Hier mussten Stämme gesägt, Stroh verteilt und Decken ausgebreitet werden. Jeder hatte sein Zelt, aber ein gutes Zelt braucht natürlich auch einen Namen. So entstanden Zelte mit Namen wie beispielsweise Die Girls, Die Halbstarken oder Die Döners, die sich auf selbst gestalteten Schildern vor den Zelten widerspiegeln. Nach diesen kreativen Einsatz wartete Anke mit einem schmackhaften Gericht aus der italienischen Küche auf. So konnte dann mit neuen Kräften der Schlossberg erklommen werden. Hier genossen unsere lieben Kinder eine wunderschöne Aussicht auf den beschaulichen Ort. Wer sich noch nicht kannte, sollte sich nun Kennenlernen. Mit Spiel und Spaß wurde nach Namen gefragt und häufig wurden die Frage stellt. „Wer bist du eigentlich?“ oder „Wie heißt du nochmal?“ Als sich dann jeder kannte, ging es hinab ins Dorf. Eric bewies sein Talent als Fremdenführer und zeigte unseren Kids alles Sehenswertes in Partenstein. Als unsere Kleinen wieder auf den Lagerplatz an kamen, wurde gemeinsam zu Abend gegessen und der Abend klang gemütlich am Abendkreis aus. „Gute Nach Kameraden bewahrt Euch diesen Tag...“ |
Tag 2: 23.07.Nach der ersten Nacht in den gemütlichen Schlafsäcken wurde nach dem Frühstück das berühmt berüchtigte Bänderspiel gespielt. Hier geht es darum, den Kindern der anderen Gruppen ihre Bänder, die sich am Handgelenk befinden, zu klauen. Dabei geht es natürlich nicht immer friedlich zu. Es wurde sich also im Wald gerauft. 10:30 Uhr: Andre entdeckt das Schlammloch. 10:32 Uhr: Andre hat 4 Gegner abgeschüttelt. 10:35 Uhr: Andre hat seine Bänder verteidigt unter Einsatz eines T-Shirt Ärmels. Nur Minuten später wurde er von Kevin und Max attackiert. Erstaunlich, wie tief man in Schlamm tauchen kann. Andre hat sein Gruppenleiterband abgeben müssen, aber tapfer seinen zweiten Ärmel verteidigt.... Leider hing der Rest vom T-Shirt nur noch in Fetzen an seinem Körper, sein zweites Band allerdings konnte Ihm keiner mehr nehmen. Lina steckte im Schlamm fest und spielte auf Socken weiter. Haben wir schon erwähnt, dass es geregnet hat? Lecker sahen die Kinder aus - und zwar alle. Wieder auf dem Lagerplatz sahen alle ganz glücklich aus. |
Tag 3: 24.07.„Im früh taut zu Berge, wir ziehn faldarar...“ „… und funkeln auf die Welt die Dunkelheit zu bannen.“ |
Tag 4: 25.07.„...es grünen die Wälder, die Höhen fallara...“ |
Tag 5: 26.07.„...wir sind hinaus gegangen, den Sonnenschein zu fangen kommt mit und versucht es doch selbst ein Mal. ...“ |
Tag 6: 27.07.„Ihr alten und hoch weisen Leut, Faldara...“ |
Tag 7: 28.07.„...ihr denkt wohl wir wären nicht gescheit Faldara...!“ |
Tag 8: 29.07.„...wer sollte aber Singen,...“ |
Tag 9: 30.07.„...wir schon Grillen fingen...“ |
Tag 10: 31.07.„... in dieser herrlichen Sommers zeit...“ |
Tag 11: 01.08.„Werft ab alle Sorgen faldara…“ 1 ½ Wochen Zeltlager, hinterlassen ihre Spuren auf dem Platz und so wurde heute Vormittag zunächst der gesamte Lagerplatz aufgeräumt und sauber gemacht. Dazu gehören Kofferzelt einräumen (denn nicht immer werden die Klamotten einfach in die Koffer gepackt, sondern auch gern mal auf dem Boden verteilt) Müllsammeln auf dem Lagerplatz, Dixies schrubben und Waschstelle putzen… Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen. So hatten unsere Schützlinge nun erstmal ein paar Stündchen Freizeit. Es wurde ins Dorf gegangen, im Aufenthaltszelt ne Runde Karten gezockt, unten auf der Wiese getobt oder einfach ins Zelt gegangen, um sich auszuruhen. Nach dem leckeren Mittagessen waren alle ausreichend gestärkt für ein Geländespiel mit viel Action und Ausdauer. Bei dem Verwundetenspiel verstecken sich zwei Gruppen als Verletzte im Wald und die anderen beiden müssen diese dann suchen. Punkte gibt es dann für jeden Invaliden, der ins Lager geschleppt wird. Nach einer bestimmten Zeit werden dann die Rollen getauscht und die Verletzten werden zu den Rettern. Nach so viel Bewegung knurrte natürlich wieder der Magen und es gab Abendbrot. Nach dem Essen konnten sich die Kinder selbst mit Gesellschaftsspielen vergnügen oder ein paar Leckereien in der Kantine kaufen. Um 22.00 wurde es dann still auf dem Platz. |
Tag 12: 02.08.„…und Wandert mit uns durch das Tal faldarar…“ Heute ist Sonntag und das große Ereignis wo drauf sich alle schon so sehr gefreut haben. Das Fest zum 40. Jährigen Zeltlager steht an. Doch bevor unsere Schützlinge dort hin gehen können, musste die Schatzsuche noch bewältigt werden. So mussten unsere 4 Spielgruppen Aufgaben lösen und durch das ganze Dorf stapsen um eine Schatzkarte zusammen zusetzen zu können. Wehrend die einen sich verliefen, haben die anderen schon die richtige Fährte gefunden und den Schatz auf den Lagerplatz gerettet. Nun konnte es rüber auf den anderen Berg gehen, in den Forstgarten wo dann der Partensteiner Musikverein spielte. An der Theke hatten die Kids die Auswahl zwischen Bratwurst, Steak und Pommes, sowie Cola, Wasser und Spezi. Am späten Nachmittag spielte der Kieler Musikverein und die Ehrung sowie Glückwünsche wurden gereicht. Ein leckeres Stück Kuchen gab es dann am späteren Nachmittag, die von den Omas aus dem ganzen Dorf kamen. Die restliche Zeit des Tages konnte jeder frei verwalten. |
Tag 13: 03.08.„..wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zufangen.“ -> Von Teilnehmer Johannes! Montag, der vorletzte richtige Tag des Zeltlagers 3 Uhr Morgens: Lina hat Kopfschmerzen, kannst du machen? ,Platzt Nico herein. Ich liebe Nachtwache also wollte ich natürlich machen von 3-5 Nachtwache, das Feuer brennt fast nicht mehr und wir mussten es erst wieder auf normale Höhe bringen in dem wir ziemlich viel Reisig benutzten Ps brannte ziemlich gut. 5Uhr: Jens hat Kopfschmerzen, wir ließen ihn einfach ein bisschen länger schlafen. Nachdem wir ihn geweckt hatten fielen wir sofort in tiefen Schlaf, aber halt auch nicht lange. 7:30 Uhr Aufstehen, eine Qual, weil Jens uns zu früh weckt. Ca. 8:15 Uhr Morgenkreis und danach aufstehen zum Essen, wir kommen als erster ran. Nach dem Essen, Zelte aufräumen und Badesachen einpacken. Ca. 10:00 Uhr wir Wandern ins Schwimmbad nach Frammersbach. Nach einer 2 Stunden Wanderung (nach Frammersbach sind es 5 Kilometer) konnten wir endlich ins kühle Nass. Aber auch nur bis zum Mittagessen. Danach wollten die meisten aber gar nicht mehr ins Wasser, sondern haben Mau-Mau oder Schwimmen gespielt. 16:30 Uhr Wir wandern zu Edeka und durften uns dort etwas Kaufen. Danach wurden wir zurück ins Lager gefahren. Ca. 20:15 Uhr Wetten Dass??? Die Lieder waren schlecht und die Wetten wurden nicht geschafft, außer, dass Max 5 Minuten auf einem Bein stehen musste. 0:00 Uhr Die Nachtkarawane, die Aufgabe war möglichst viele Schätze ins Lager bringen und seine Schätze zu verteidigen. 1:15 Uhr Das Nachtspiel ist zu Ende Gruppe 1 ist letzter Gruppe 2 Erster. |
Tag 14: 04.08.„…kommt mit und versucht es doch selbst einmal.“ Der letzte Tag ist angebrochen und wir haben die Taufe gemacht. Wir waren im Kepplerbach und der hohe Besuch „Neptun“ kam auch gleich. Er hat einzelne würdige Erden Bewohner ausgewählt und sie ins reicht der Ozeane, Weltmeere, Seen, Flüsse, Bäche, Rinnsale, Kloaken, Abflüsse und Pfützen aufgenommen. Er hat natürlich auch eine Taufbrühe vorbereitet die die Auserwählten Erden Bewohner kosten mussten. Dann gab es Freizeit für die Kinder wo sie nochmal ins Dorf konnten um sich was für die Fahrt zu kaufen. Dann gab es auch gleich leckere Frikadellen mit Kartoffeln, Bohnen oder Erbsen und Wurzeln. Nach dem Mittag ging es an Lagerarbeiten um die Abfahrt vorzubereiten die Abwaschstelle, die Waschstelle und die Lagerecke abplanen. Den Platz harken, Müll sammeln, Zelte aufräumen, das letzte große Feuer vorbereiten und viele kleine weitere Dinge. Dann kommt noch das Abendbrot die letzte Stärkung vor dem schlafen gehen und die Vorbereitung zum nächsten Tag. Am Abend gibt es noch die Steffi Show wo wir eine kleine Fragerunde vorbereitet haben wo die Kinder nochmal ihre Meinung loswerden können wie sie das Zeltlager empfunden haben. Jetzt gibt es noch zum Abschluss ein kleines Getränk und den letzten Abendkreis. Dann geht’s ins Bett weil es Morgen früh rausgeht Richtung Heimat. |
Tag 15: 05.08.Nach der Steffi-Show und der kleinen Abschiedsparty war gestern Abend ziemlich schnell Ruhe im Karton. Die Lagerleitung traf sich rund um das Fäßchen Burg-Bier, das der Vorstand der Musketiere für die „Mühen“ der Festvorbereitung gestiftet hatte. Lecker. Gott sei Dank hatte Getränke Weigand noch ein Reservefass als Gruß des Hauses dazugestellt – auch sehr lecker .... Am letzten Abend steht für die Leiter immer recht viel auf dem Zettel: In bewährter Manier darf jeder unkommentiert aus seiner Sicht ansprechen, was ihm zum Lager auf der Seele liegt. Diese „Marschkritik“ führt dann zu einer „To Do – Liste“ fürs nächste Jahr, mit dem Ziel, das eine oder andere besser zu machen. Schließlich werden die Aufgaben für den Abreisetag verteilt, damit der Abbau möglichst reibungslos klappt. Natürlich gibt’s Plan A und Plan B: Mit Regen oder ohne... Der letzte Abend ist meist lang, d.h. die Nacht ist kurz. |
Nachkommando
05.08.Während die Kids auf der Autobahn unterwegs sind, beginnt der ruhige Teil vom Nach-kommando. Der Mittagsschlaf wird vorgezogen und um drei ist Dienstbeginn: Aufräumen, abwaschen, das Material verstauen usw. Die Bustruppe meldet das rechtzeitige Eintreffen in Hamburg und später die Ankunft in Kiel. Plötzlich und unerwartet ist es neun und der kleine Hunger kommt – Anke hat aus den Resten Salat gezaubert und Eric gibt den Grillmeister. Michi meldet die Ankunft in Stralsund und nach einer letzten Runde „Phase 10“ geht’s ins zum letzten Mal ins Zelt. |
06.08.Rico hat als Arbeitsbeginn 12 Uhr ausgerufen. Pünktlich sitzen alle am Frühstückstisch und auf die Minute genau beginnt der Endspurt. Lars geht erstmal Rechnungen bezahlen und der Rest kümmert sich darum, dass alles, was außer der Hütte sonst noch rumsteht, abgebaut und verstaut wird. Keller und Hütte werden winterfest gemacht und als letztes das 300 Meter-Stromkabel eingerollt. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Um vier wollten wir fertig sein – und um vier wurde die Hütte zugemacht. Dann heißt es, Autos beladen (warum ist Opa eigentlich immer noch so voll ?) und ab geht’s nach Frammersbach zum Duschen. Danach haben wir uns mit den Brühls, Dominik und den Otts zum Essen in Habichtstal verabredet. Man vermutet, Willi hat das Lokal ausgesucht, weil die Anfahrtsstrecke über den Berg so herrlich viel Spaß macht... Satt und zufrieden verabschieden sich die Kieler gegen zehn und ab geht’s Richtung Fulda zur Autobahn. Willi hatte von vorn herein vorgehabt, es langsam angehen zu lassen, also hatten Opa (Lars, Rico) und der Benz (Eric, Anke) den Vortritt. Wie praktisch: Dank eines kurzen Anrufs gibt’s vom Cabrio kein Streckenfoto... Das war das 40. Zeltlager und wir sagen Danke an alle die so schön mitgemacht haben! |